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News / Info zu Sanitär und Wasseraufbereitung

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Kalk
17.04.2009 20:51 (6049 x gelesen)

Was ist Kalk ?

Calciumcarbonat (fachsprachlich), Kalziumkarbonat oder in deutscher Trivialbezeichnung kohlensaurer Kalk, ist eine chemische Verbindung der Elemente Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff mit der chemischen Formel CaCO3.

Calciumcarbonat selbst ist in reinem Wasser kaum löslich. Bei Anwesenheit von gelöstem Kohlenstoffdioxid steigt die Löslichkeit jedoch um mehr als das hundertfache. Die Konzentration von Calciumcarbonat im Wasser wird in der Schweiz mit „Grad Französischer Härte“ und in Deutschland mit „Grad Deutsche Härte“ angegeben. Siehe folgende Tabelle.

Der Umkehrung dieses Lösevorgangs, z. B. Entzug von Kohlensäure durch Temperaturerhöhung, verdanken die meisten natürlichen Vorkommen von Calciumcarbonat ihre Entstehung.

Was ist hartes Wasser?

Das von der Wasserversorgung gelieferte Wasser entspricht den Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung. Je nach Herkunft enthält es mehr oder weniger Kalk. Es ist unterschiedlich "hart". Hartes Wasser ist sehr kalkhaltiges Wasser. Es gibt verschiedene Härtebereiche, die in °dH, °fH oder mol/m3 gemessen werden.

 

Kalkmenge 1°dH = 17,8 g 1° fH = 10 g 1 mol/m3 = 100 g Kalk in 1 m3
Härtebereich I 0 - 7° dH 0 - 13° fH 0 - 1,3 130 g in 1 m3
Härtebereich II 8 - 14° dH 14 - 25° fH 1,4 - 2,5 140 - 250 g in 1 m3
Härtebereich III 15 - 21° dH 26 - 37° fH 2,6 - 3,7 260 - 370 g in 1 m3



Wie kommt Kalk ins Wasser?

Regenwasser reichert sich in der Atmosphäre mit Kohlensäure an. Dadurch werden im Boden Kalksalze aufgelöst. Das Wasser "schleppt" diese Verbindung von Kalk und Kohlensäure z.B. als Calcium-Hydrogen-Carbonat in die Hauswasserinstallation. Je nach Beschaffenheit des Bodens wird mehr oder weniger Kalk aufgelöst. Das Wasser wird mehr oder weniger hart.

Warum kann zu hartes Wasser die Umwelt belasten?

Ein Grund ist auf den Waschmittelverpackungen zu erkennen: Bei sehr hartem Wasser brauchen Sie bis zu 100% mehr Waschmittel! Dies belastet natürlich das Abwasser mehr, als die für die Enthärtung notwendige Regeneriersalzmenge - richtige Waschmitteldosierung bei Weichwasser vorausgesetzt. Dies ergibt eine Waschmitteleinsparung bis zu 40 - 50%. Zum Entfernen von Kalkflecken auf Fliesen, Armaturen und Sanitärkeramik werden häufig säurehaltige Reinigungsmittel angewendet. Auch dadurch wird in der Folge das Abwasser unnötig belastet. Ausserdem wird in vielen Fällen mehr Energie verbraucht. Und mehr Energieverbrauch bedeutet auch mehr Luftverschmutzung.

Welche Auswirkungen hat zu hartes Wasser auf die Funktion von Haushaltgeräten?

Das Zuviel an Kalk im Wasser kann überall dort stören, wo das Wasser mit alkalischen Stoffen, insbesondere mit Seife, in Berührung kommt, wo es erwärmt, verdampft, verdunstet oder verwirbelt wird. Dadurch entweicht "kalklösende" Kohlensäure aus dem Wasser und der Kalk "fällt aus". Es bildet sich der gefürchtete Kalkstein und/ oder die Kalkseife.

Besonders gefährdet sind darum:

  • Wassererwärmer, Heisswasserbereiter, Heizungen, Boiler, usw.
  • Wasch- und Spülmaschinen, Kaffeemaschinen, Brauseköpfe usw.
  • warmwasserführende Leitungen, Rohrbiegungen und Verengungen

Die Folgen:

  • Störungen oder gar Zerstörungen der Geräte
  • Durchbrennen von Heizelementen
  • Reparaturen und häufige Entkalkungen evtl. sogar Auswechseln von Leitungen
  • Nach jeder Entkalkung mit Säure sind alle gereinigten Teile besonders korrosionsgefährdet
  • Ungenügende Leistung durch schlechte Wärmeübergänge (kann zusätzlich zum unerwünschten "Pendeln" der Wärmeerzeuger führen)
  • Schlechte Leistungszahlen und Wirkungsgrade von Wärmepumpen, Sonnenenergieanlagen, etc. Dies führt in den meisten Fällen zu spürbaren Energiemehrverbrauch.


Kann hartes Wasser Rohrleitungen verstopfen?

Ja, und nicht nur Warmwasserleitungen. Auch aus kaltem, hartem Wasser kann sich Kalk ablagern und zu ungenügendem Durchfluss führen.

Warum erschwert hartes Wasser die Arbeit der Hausfrau?

Durch zu hartes Wasser werden harmlose Wassertropfen zu hässlichen Kalkflecken. Z.B. auf Ess- und Küchengeschirr und, besonders störend, auf Glas, aber auch auf Armaturen und Fliesen, an Duschtrennwänden und auf Edelstahlspültischen. In der Badewanne bildet sich Kalkseife, die als "Schmutzrand" zurückbleibt. Dies alles wird nicht durch blosses Darüberwischen wieder sauber, sondern die Kalkflecken und Kalkränder müssen mühsam mit aggressiven und umweltschädlichen Reinigungsmitteln entfernt werden.

Was kostet zu hartes Wasser?

Zuviel Kalk im Wasser ist teuer durch:

  • mangelhafte Leistung in Wassererwärmern
  • häufige Entkalkungen von Kaffeemaschinen, Durchflusswassererwärmern und ganzen Verteilsystemen
  • bis zu 100% höheren Waschmittelverbrauch
  • höheren Verbrauch von Putzmitteln
  • höheren Arbeitsaufwand zum Reinigen und Waschen

 

Woher weiss ich, ob mein Trinkwasser zu hart ist?

Das Wasserwerk kennt die Härtegrade des Trinkwassers und nennt Ihnen bei Anfrage die jeweilige Wasserhärte Ihres Wohnortes. Aber auch Ihr Installateur gibt Ihnen gerne Auskunft. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Sie einen Liter Wasser an Ihre vertraute Wasseraufbereitungsfirma zur Analyse senden.

Warum ist ein Wasserenthärter heute eher notwendig als früher?

Hatte man vor 30 und mehr Jahren ausser einigen Wasserhähnen und der Toilette noch ein Bad im Haus, so war dies (in der Regel) alles was an Sanitärtechnik vorhanden war. Und heute: Immer mehr Maschinen mit stets verfeinerter, aber auch empfindlicherer Technik, höheren Heizdichten und Temperaturen, geringeren Wandstärken etc. eingesetzt:

  • zentrale oder dezentrale Warmwasserversorgung
  • Duschen, meist sogar mit Thermostatventilen
  • verchromte Armaturen
  • Wasch- und Spülmaschinen

Lauter Dinge, die heute zum normalen Komfort gehören, aber gegen Kalkablagerungen empfindlich sind.

Welche Vorteile bietet enthärtetes Wasser?

  • weiche Wäsche
  • weniger Reparaturen an Haushaltsgeräten
  • keine verstopften Brauseköpfe usw.
  • keine Kalkflecken auf Fliesen, Armaturen, Sanitär-Keramik und Duschtrennwänden
  • Einsparungen bei Wasch-, Reinigungs- und Hautpflegemitteln
  • weniger Entkalkungen
  • Energieeinsparungen
  • keine Kalkränder in Schwimmbädern
  • weniger Arbeit für die Hausfrau
  • Schonung der Haut
  • Schonung der Umwelt, indem mehr Chemikalien (Waschmittel usw.) eingespart werden, als in die Enthärtungsanlage investiert wird.

 

Ist der nachträgliche Einbau eines Wasserenthärters auch in bereits bestehende Gebäude sinnvoll?

Ja! Als Einbaugrund ist hier in erster Linie zu nhartes Wasser in Kombination mit modernen Geräten, wie Wasch- und Spülmaschinen, zentrale und dezentrale Warmwasserversorgung, thermostatgesteuerte Armaturen usw. zu erwähnen, und es ist hier ebenfalls der Einsatz eines Wasserenthärters zu empfehlen. Der Platzbedarf für einen Wasserenthärter ist ausserordentlich gering.

Können die Wasserenthärter auch in Etagenwohnungen eingebaut werden?

Ja! Die Praxis hat bewiesen, dass der Einbau eines Wasserenthärters auch bei Etagen- und Eigentumswohnungen sinnvoll sein kann. Vor allem dann, wenn die Warmwasserversorgung dezentral, dh. also in der jeweiligen Wohnung, erfolgt. Ein Wasserenthärter braucht nur wenig Platz.

Soll man bei Neubauten den Wasserenthärter sofort einbauen oder ca. 1 Jahr warten, bis sich eine "Kalkschutzschicht" in den Rohren aufgebaut hat?

Mit den heutigen korrosionsbeständigen Rohrmaterialien besteht überhaupt keine Wartezeit mehr. Wie unter Position 4 erläutert wird, fällt der Kalk hauptsächlich dort aus, wo das Wasser erwärmt oder verwirbelt wird. Hier entstehen dann unnötige Kalkverkrustungen, welche erhöhte Kalkschäden auslösen können.

Hinweis: Wird jedoch längere Zeit mit Rohwasser gefahren, entstehen bereits dünne Kalkschichten, welche an den neuen Rohrsystemen nicht mehr richtig haften. Daraus entsteht die Negativerscheinung, dass teilweise grössere Kalkschichten abgestossen werden, und somit wieder Verstopfungen beim nächsten Rohrwinkel auslösen.


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